Die Animationen im Interface von ChromeOS sind mit Clutter realisiert

Grafik: Google

Mit der Veröffentlichung des Source Codes hinter ChromeOS gibt Google auch einen ersten Einblick in die konkrete Realisierung des Projekts. Dabei zeigt sich, dass der Softwarehersteller jenseits des eigenen Browsers, der hier ja die zentrale Interface-Rolle einnimmt, eine Fülle von bestehenden Projekten aus dem Open-Source-Bereich weiterverwendet.

Ubuntu

Dass ChromeOS auf Linux basieren wird, war schon seit längerem bekannt, insofern ist diese Entscheidung keine sonderliche Überraschung. Was bislang allerdings noch nicht kolportiert wurde, ist, dass Google dafür konkret auf Ubuntu setzt, wie Canonical-Vizepräsident Chris Kenyon nun in einem Blog-Posting ausplaudert.

Kooperation

Der Linux-Distributor dürfte schon seit einiger Zeit hinter den Kulissen bei der Entwicklung von ChromeOS helfen, zumindest verrät Kenyon, dass Canonical in diesem Bereich unter Vertrag für Google tätig ist.  Auch auf dem derzeit in texanischen Dallas stattfindenden Ubuntu Developer Summit (UDS) seien entsprechend bereits einige Google-EntwicklerInnen anwesend.

Weiternutzung

Als äußerst positiv streicht Kenyon außerdem heraus, dass Google von Anfang an klar gemacht habe, dass man das Rad nicht neu erfinden, sondern möglichst aktiv bestehende Komponenten verbessern und weiterverwenden wolle. Dadurch würden eine Reihe von Projekten im Open-Source-Bereich von Googles neuem Engagement profitieren.

GNOME

Welche das sind offenbart ein Blick auf die Code-Basis, so kommt ein Teil der Basis-Technologien des GNOME-Desktops zum Einsatz. Dazu gehören das Toolkit GTK+, um die Schriftendarstellung kümmert sich Pango, für die Barriefreiheit is ATK zuständig. 

Moblin

Die in den Präsentationen gezeigten Übergangseffekte werden mithilfe der 3D-Bibliothek Clutter realisiert, diese bildet auch die Basis des kommenden Interfaces von GNOME 3.0 sowie der Oberfläche von Moblin. Aber auch sonst gibt es eine zentrale Ähnlichkeit zu Intels Netbook-Linux: Wie bei Moblin ist auch bei ChromeOS Connman für die Netzwerkaufgaben zuständig. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 20.11.09)