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Bönisch und Almeida feiern, Freiburgs Keeper Simon Pouplinnach zu diesem Zeipunkt zum fünften Mal geschlagen.

Foto: AP Photo/Winfried Rothermel

Freiburg - Der SV Werder Bremen hat am Samstag in der deutschen Fußball-Bundesliga mit einem 6:0-Kantersieg beim SC Freiburg zumindest bis Sonntag die Tabellenführung übernommen. Hugo Almeida (33., 57.), Marko Marin (55.), Mesut Özil (67.), Naldo (73./Elfmeter) und Markus Rosenberg (82.) trafen beim Schützenfest des Europa-League-Gegners der Wiener Austria. Sebastian Prödl gab ab der 76. Minute sein Comeback im Team von Trainer Thomas Schaaf. In allen Stadien wurde eine Schweigeminute für den verstorbenen Goalie Robert Enke abgehalten.

Die Bremer liegen punktgleich aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Bayer Leverkusen, die Werkself kann allerdings am Sonntag zum Abschluss der 13. Runde im schweren Auswärtsspiel bei Bayern München nachlegen. Dritter ist Schalke 04 (25) nach einem 2:0-Heimsieg gegen Hannover 96, den Jefferson Farfan (70.) und Jan Moravek (91.) sicherstellten.

Aus einem Guss

Die Leistung war "wunderbar anzusehen", freute sich Werder-Trainer Thomas Schaaf. Mesut Özil spielte erneut in Weltklasse-Form. "Wenn ich nicht Trainer des SC Freiburg gewesen wäre, hätte ich Beifall geklatscht", sagte Freiburgs Robin Dutt. Werder präsentiert sich derzeit viel stabiler und motivierter als vor einem Jahr. Das liegt zum einen an der neuen Balance zwischen Abwehr und Angriff. Zum anderen scheint der Weggang von Diego eher Kräfte freigesetzt zu haben. Zudem ist das Team schwerer auszurechnen. Özil, Hunt und Marin rochieren, kombinieren mit viel Tempo und arbeiten auch mehr nach hinten als der an Juventus Turin verkaufte Brasilianer.

Hugo Almeida hob "unsere mannschaftliche Geschlossenheit, den Teamgeist und unseren Siegeswillen" hervor. In der vergangenen Saison hat den Bremern all das häufig gefehlt. Am Samstag glichen die Bremer sogar die verletzungsbedingten Ausfälle von Borowski, Claudio Pizarro und Torsten Frings ohne weiteres aus. Da wirft man schon einmal die hanseatische Zurückhaltung über Bord. Mit der gleichen Entschlossenheit und Abgeklärtheit, mit der er seine ersten beiden Liga-Saisontore erzielt hatte, meinte der Almeida: "Klar wollen wir Meister werden. Wir dürfen nur nicht abheben."

Mainz holt Punkt in Dortmund

Der FSV Mainz 05 holte im Abendspiel vor 74.600 Zuschauern ein beachtliches 0:0 bei Borussia Dortmund. Der Aufsteiger liegt als Sechster (22 Punkte) völlig überraschend im Spitzenfeld der Liga. Andreas Ivanschitz wurde von Coach Thomas Tuchel diesmal an vorderster Front aufgeboten, konnte sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Der neuntplatzierte BVB (18), dessen Coach Jürgen Klopp bis Sommer 2008 18 Jahre in Diensten des Gegners gestanden hatte, ist schon sechs Spiele ungeschlagen.

Hoffenheim glänzt in Köln

1899 Hoffenheim (23) hielt den Anschluss zur Tabellenspitze mit einem klaren 4:0-Sieg beim 1. FC Köln. Carlos Eduardo (5.), Chinedu Obasi (10.), Demba Ba (46.) und Vedad Ibisevic (90./Foulelfmeter) sorgten für den Triumph, bei dem die beiden Österreicher Andreas Ibertsberger (verletzt) und Ramazan Özcan nicht im Kader standen.

Korkmaz verliert mit der Eintracht

Zu Ende ging der kurze Aufschwung des VfL Wolfsburg. Der Meister verlor gegen den 1. FC Nürnberg 2:3 (0:0) und kassierte damit nach sieben ungeschlagenen Pflichtspielen wieder eine Niederlage. Nichts zu feiern hatte auch der Ex-Rapidler Ümit Korkmaz. Der Mittelfeldspieler, der bis zur 87. Minute mitwirken durfte, verlor mit Eintracht Frankfurt (16) im eigenen Stadion gegen Borussia Mönchengladbach (15) mit 1:2.

Im Abstiegskampf keine Luft verschaffen konnten sich weder der VfB Stuttgart (11), noch Schlusslicht Hertha BSC (5) im direkten Duell. Das 1:1 brachte beide Teams nicht wirklich weiter, Hertha erzielte nach 490 Minuten immerhin wieder einmal ein Tor durch Gustav Ramos (49.). (APA)