Berlin - Bei Ausschreitungen am Rande einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus sind in Berlin mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, warf eine Gruppe von etwa 800 Demonstranten nach Ende der Demonstration am Samstagabend im Stadtteil Friedrichshain mit Steinen und Flaschen auf Polizisten. Dabei seien zehn Polizisten leicht verletzt worden.

Laut Polizei gab es 15 Festnahmen. Die Auseinandersetzungen seien nach kurzer Zeit beendet worden. Nach Angaben der Veranstalter gingen die Beamten mit Fußtritten und Faustschlägen gegen die Demonstranten vor.

Ausschreitungen nach der Demo

Auf der Kundgebung hatten tausende Teilnehmer des vor genau 17 Jahren von Neonazis getöteten Hausbesetzers Silvio Meier gedacht. Der Linksaktivist war am U-Bahnhof Samariterstraße von Neonazis erschlagen worden. Die Kundgebung selbst verlief laut Polizei weitgehend friedlich, zu den Ausschreitungen kam es erst nach deren Ende. (APA)