Rom - Nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten ist jetzt der "Tanzende Satyr", eine einzigartige Skulptur aus hellenistischer Zeit, öffentlich in Rom zu sehen. Die lebensgroße Statue aus Bronze wurde vor fünf Jahren von Fischern an der sizilianischen Süd-West-Küste aus dem Meer gezogen, wo sie seit mehr als 2000 Jahren in 500 Metern Tiefe verborgen lag.

Tierisch-menschliches Halbwesen

Die überlebensgroße Skulptur wiegt rund 200 Kilogramm und stellt einen jungen Satyr dar, das sind tierisch-menschliche Halbwesen, die zum Gefolge des griechischen Wein-Gottes Dionysos gehörten. Er balanciert auf einem Fuß und dreht sich tanzend in einer Pirouette. Der Fund ist noch bis zum 2. Juni im römischen Parlament ausgestellt, berichtete die Zeitung "La Repubblica".

Andere Funde werden noch erwartet

Die Skulptur ist ein griechisches Original aus dem 3./2. Jahrhundert v. Chr. und gilt als einzigartig in ihrer Art. Sie gehörte wahrscheinlich zu einer Gruppe von weiteren tanzenden Satyrn und Mänaden (wilde Frauen aus dem Gefolge des Dionysos). Archäologen vermuten, dass sich am Fundort der Statue auf dem Meeresgrund des Kanals von Sizilien wahrscheinlich ein großes Handelsschiff mit voller Ladung befindet. "Wir erwarten ähnlich spektakuläre Funde, wie dieses prächtige Original", sagte der Leiter des Denkmalamtes, Fabio Granata. (APA/dpa)