Berlin - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer fliegt am heute nach Paris, um mit seinem französischen Kollegen Dominique de Villepin über den Irak-krieg zu beraten. Dies teilte Fischers Sprecher Walter Lindner in Berlin mit. Zuvor hatte de Villepin seine geplante Reise in vier europäische Hauptstädte, darunter nach Berlin, aus Terminschwierigkeiten abgesagt.

Lindner betonte, dass zwischen Berlin und Paris weiterhin völlige Einigkeit in der Irak-Politik bestehe. Beide Seiten teilten die Ablehnung gegen den von den USA und Großbritannien geführten Krieg. Es komme für die deutsche und die französische Regierung nun darauf an, eine humanitäre Tragödie zu verhindern. Die Frage des Wiederaufbaus stelle sich noch nicht. Außerdem teilten Berlin und Paris die Ansicht, dass die Vereinten Nationen bei der Lösung der Irak-Krise "im Fahrersitz" bleiben müssten. Der deutsche Regierungssprecher Bela Anda sagte, das Interesse aller sei, den Krieg so schnell wie möglich und ohne große Verluste zu beenden. (APA/AP)