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Nach dem Fund einer auf dem Mailänder Flughafen Malpensa eine Paketbombe ohne Sprengstoff haben italienische Behörden die Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen, Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen verschärft.

Foto: AP/Andrew Medichini

Rom - Italien hat die Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen, Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen verschärft, nachdem am Dienstag auf dem Mailänder Flughafen Malpensa eine Paketbombe mit Zündung aber ohne Sprengstoff entdeckt worden ist. "Nach dem verhinderten Attentat auf dem Flug Amsterdam-Detroit besteht die Gefahr, dass solche Aktionen auch in Italien nachgeahmt werden. Daher sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden", erklärte der italienische Innenminister Roberto Maroni in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Samstag.

Der Minister meinte, man sollte die sogenannten Nacktscanner einsetzen, um mehr Sicherheit im Luftverkehr zu garantieren. "Wir sind bereit, diese Scanner sofort zu kaufen und sie auf den Flughäfen in Mailand und Rom einzusetzen. Wir müssen aber die Position der europäischen Garanten des Personenschutzes berücksichtigen, die sich bisher gegen diese Scanner ausgesprochen haben", meinte Maroni.

Im neuen Jahr werde Italien mit noch stärkerem Einsatz gegen das organisierte Verbrechen und den Terrorismus kämpfen, meinte der Minister. Auch der Kampf gegen die Kriminalität sei eine Priorität für die Regierung Berlusconi, nachdem die Zahl der Delikte im Jahr 2009 um neun Prozent zurückgegangen sei, betonte der Minister. (APA)