Graphik: Standard

Der Vorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) an den Iran sieht vor, dass 75 Prozent des iranischen niedrig angereicherten Urans - das sind 1,2 Tonnen - nach Russland und danach eventuell nach Frankreich zur Weiterverarbeitung ausgeführt werden. Aus dem Uran sollten Brennstäbe für einen iranischen Forschungsreaktor in Teheran hergestellt werden, was etwa zwölf Monate dauern würde.

Nach einer prinzipiellen Zustimmung weigert sich der Iran jedoch, die ganze Uran-Menge auf einmal außer Landes bringen zu lassen, und will auch gleich zu Beginn im Tausch eine Tranche Brennstoff. Kritiker von Mahmud Ahmadi-Nejad - sowohl regimekonforme wie Parlamentspräsident Ali Larijani als auch Oppositionelle wie Mir-Hossein Mussavi - kritisierten den Präsidenten, er würde die Interessen des Iran ausverkaufen, sollte er das Uran ohne Sicherheiten ausführen lassen. Ein Überbrückungsvorschlag der Türkei, die sich als Garant anbot, lief ins Leere. (guha/DER STANDARD, Printausgabe, 4.1.2010)