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Eine verschneite Wiese statt Strand und Meer: Die Maschine mit dem Ziel Gran Canaria kam beim Start von der Bahn ab.

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Die deutschen Urlauber, die eigentlich nach Gran Canaria wollten, kamen am Sonntag nur bis zu einer Wiese neben der Startbahn des Dortmunder Flughafens. Die Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Air Berlin war von der eisglatten Startbahn gerutscht. Der Pilot hatte zuvor das Startmanöver wegen unterschiedlicher Geschwindigkeitsanzeigen im Cockpit abgebrochen. Die Maschine kippte hinter dem Ende des Ausrollweges vornüber und blieb mit der Nase in einer Wiese stecken.

Die 165 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder kamen mit dem Schrecken davon. Der Flughafen Dortmund wurde gesperrt. Die Airline sieht die Schuld für den verunglückten Start nicht beim Piloten. "Unser Pilot hat korrekt gehandelt", sagte eine Sprecherin. Er habe den Start wegen zweier unterschiedlicher Geschwindigkeitsanzeigen abbrechen müssen. Anscheinend sei einer der Tempomesser der Boeing nicht in Ordnung gewesen. Air Berlin prüft, ob Versäumnisse des Flughafenbetreibers bei der Enteisung der Ausrollwege vorliege.

Behinderungen durch Schnee und Eis gab es am Sonntag auch auf dem Frankfurter und dem Düsseldorfer Flughafen. "Die Bahnen sind frei, aber die Enteisung dauert", sagte ein Sprecher in Düsseldorf. Es kam zu mehrstündigen Verspätungen. (dpa, DER STANDARD; Printausgabe, 4.1.2009)