Sargodha/Pakistan - Die pakistanische Justiz hat die Untersuchungshaft für fünf im Dezember festgenommene US-Bürger erneut verlängert. Ein Gericht in Sargodha gab am Montag dem Antrag der Polizei statt, die Haft aufrechtzuerhalten und für den 18. Jänner einen neuen Verhandlungstermin anzusetzen. Dagegen wurde der Vater von zwei der Verdächtigen auf freien Fuß gesetzt, nachdem die Polizei erklärte, der Verdacht gegen ihn habe sich zerschlagen. Die fünf jungen Männer mit pakistanischen und afrikanischen Wurzeln sollen Kontakt zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehabt haben.

US-Studenten weisen Vorwürfe zurück

Beim Verhandlungstermin am Montag wurden die fünf Festgenommenen kurz in Handschellen vorgeführt. Auf Fragen von Richter Anwer Nazeer sagten zwei von ihnen aus, sie hätten keine Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida unterhalten; vielmehr wollten sie nach Afghanistan weiterreisen, um dort "Muslimen zu helfen". Der Verteidiger Amir Abdullah Rokri sagte der Nachrichtenagentur AFP, seine Mandanten hätten ausgesagt, sie hätten in Pakistan keine Verbrechen verübt und dies auch nicht vorgehabt. Vielmehr wollten sie in Afghanistan "Verletzten und Obdachlosen helfen".

Nach Angaben der Polizei wurden den Verdächtigen Kontakte zu Aufständischen in Süd-Waziristan im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan nachgewiesen. Sie sollen deshalb nach der Anti-Terror-Gesetzgebung verurteilt werden und müssen mit lebenslangen Haftstrafen rechnen. Die fünf Männer waren Anfang Dezember in Sargodha festgenommen worden und wurden seitdem mehrfach verhört, unter anderem auch von der US-Bundespolizei FBI. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wollten sie in die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan reisen, um sich dort zu Terroristen ausbilden zu lassen. (APA)