Washington - Ein Anwalt des zu 40 Monaten Haft verurteilten US-Bankers und ehemaligen Kundenberaters der Schweizer Großbank UBS, Bradley Birkenfeld, hat eine hohe Belohnung für seinen Klienten gefordert. Im US-Fernsehsender CBS sagte Stephen Kohn am Sonntag, Birkenfeld, der seine Haftstrafe am kommenden Freutag antreten muss, habe einen gesetzlichen Anspruch auf bis zu 30 Prozent der Summe, die er dem US-Fiskus durch die Nennung von Steuerhinterziehern einbringe.

Birkenfeld sagte in der Sendung, er habe auf 19.000 UBS-Kunden aus den USA hingewiesen, die auf geheimen Konten der Schweizer Bank rund 20 Milliarden Schweizer Franken angelegt hätten. Es sei ungerecht, dass nur er ins Gefängnis müsse.

Birkenfeld war im vergangenen August verurteilt worden, weil er dem kalifornischen Immobilienhändler Igor Olinicoff dabei half, rund 200 Millionen Dollar an der US-Steuerbehörde IRS vorbei auf Konten in der Schweiz und in Liechtenstein zu verstecken.

Zwei Tage vor Birkenfelds Verurteilung unterzeichneten die Schweiz und die USA einen Vergleich, wonach Bern ungeachtet des Schweizer Bankgeheimnisses den US-Behörden Informationen über 4500 UBS-Konten liefern muss, deren Besitzer der Steuerhinterziehung verdächtigt werden. (APA)