Peking/Seoul - So viel Schnee wie seit Jahrzehnten nicht mehr hat in weiten Teilen Nordost-Asiens das Leben lahmgelegt. Sowohl aus China als auch aus Südkorea wurden am Montag massive Behinderungen vor allem im Luft- und Straßenverkehr gemeldet, in Japan starb mindestens ein Mensch. In Peking fiel so viel Schnee wie seit fast sechzig Jahren nicht.

In Peking und Umgebung blieben laut chinesischen Medienberichten mehr als 3.500 Schulen geschlossen. Mehr als zwei Millionen Kinder freuten sich über eine Verlängerung der Neujahrsferien. Der Flugverkehr in der Hauptstadt war weiter gestört: Bereits am frühen Vormittag wurden mehr als hundert Verspätungen gezählt, etwa 20 Flüge wurden abgesagt. Auch der Verkehr auf den Straßen war stark eingeschränkt.

Nach Angaben des chinesischen Wetteramtes fielen in Peking und in der nahe gelegenen Stadt Tianjin am Wochenende bis zu 30 Zentimeter Schnee. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua war das so viel wie seit fast sechzig Jahren nicht. In Peking mussten am Sonntag 1.200 Flüge abgesagt oder verschoben werden.

Zum Schnee hinzu kamen eisige Temperaturen. Für Peking wurden minus 16 Grad vorausgesagt, so kalt war es seit 40 Jahren nicht mehr. In der Provinz Heilongjiang im äußersten Nordosten Chinas wurden demnach minus 36 Grad gemessen.

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul fielen am Montag 26 Zentimeter Schnee. Das war nach Angaben des Wetteramtes der stärkste Schneefall seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1937. Am Flughafen wurden Dutzende Flüge gestrichen, Verspätungen waren der Normalfall. Auch auf den Straßen von Seoul ging nichts mehr. Selbst eine Kabinettssitzung begann mit Verspätung, weil die Regierungsmitglieder im Schnee festsaßen. (APA)