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Klein, kleiner, Fiat 500.

Foto: Reuters

Rom - Trotz des Krisenjahres hat sich Fiat 2009 auf dem italienischen Automarkt behaupten können. Der Turiner Autobauer steigerte seinen Marktanteil von 31,85 auf 32,76 Prozent. Die zu Fiat gehörende Marke Alfa Romeo meldete gegenüber 2008 ein Plus von 4,58 Prozent, bei Lancia betrug das Wachstum sogar 9,88 Prozent. Das Modell Fiat Punto wurde 2009 182.000 Mal verkauft und rückte somit zum meist abgesetzten Auto in Italien auf, gefolgt vom Kleinwagen Fiat Panda.

Mit Hilfe der Verschrottungsprämien der Regierung Berlusconi konnte der italienische Automarkt der Krise Stand halten. 2,158 Millionen Autos wurden 2009 in Italien zugelassen, das sind nur 0,17 Prozent weniger als 2008. Allein im Dezember wurden 165.000 Autos zugelassen, das sind 17,73 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2008.

Fiat-Chef Sergio Marchionne rechnet 2010 mit einer stabilen Nachfrage auf dem italienischen Automarkt. Die Regierung Berlusconi will die Prämien für die Verschrottung von Altautos auf das Jahr 2010 verlängern, um die Autoindustrie weiterhin zu unterstützen. Das Dekret zur Verlängerung der Anreize für die Autoindustrie soll von der Regierung Berlusconi noch im Jänner verabschiedet werden. 1,2 Milliarden Euro will die Regierung Berlusconi insgesamt für Anreize zur Verfügung stellen, von denen nicht nur die Autobranche, sondern auch die Möbel- und Haushaltsgeräteindustrie profitieren sollen.

Die Regierung Berlusconi will jedoch die Verlängerung der Anreize mit der Garantie verbinden, dass Fiat nicht sein sizilianisches Fiat-Werk in Termini Imerese schließt. Laut dem neu veröffentlichten Entwicklungsplan des Autobauers soll das Fiat-Werk, in dem das Modell Lancia Y gebaut wird, bis Ende 2011 geschlossen werden. Gegen die Schließung des Werks, das 1.400 Personen beschäftigt, sind aus Sizilien heftige Protestaktionen im Gange. (APA)