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Er zählt zweifellos zu den erfolgreichsten unter den freien Softwareprojekten: Der Apache Webserver hat im vergangenen November bereits seinen zehnten Geburtstag gefeiert, in einem aktuellen Gespräch mit eWeek zieht Jim Jagielski, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Apache Software Foundation, nun Bilanz.

Einflussreich

Darin zeigt sich Jagielski überzeugt, dass Apache bislang einen großen Einfluss auf die Softwareindustrie gehabt habe, für viele Unternehmen sei die Software der erste Blick ins Open-Source-Universum - etwas das er durchaus als hohe Verantwortung ansieht. Dabei sei sicherlich hilfreich, dass die Apache-Lizenz "Unternehmens-freundlicher" sei, als so manche andere freie Lizenz, Firmen also relativ problemlos ihre eigenen Produkte auf der Open-Source-Basis aufsetzen können.

Verbindungen

Die Zukunft des eigenen Projekts sieht Jagielski in einer weiteren Öffnung - und dies in alle Richtungen. So will man etwa neben der jährlichen ApacheCon auch kleinere  Community-Events, BarCamps und User-Group-Treffen unterstützen. Andererseits sollen aber auch die Beziehungen zu Unternehmen weiter intensiviert werden - und zwar nicht nur zu jenen, die ohnehin als Open-Source-freundlich bekannt sind.

Verständnis

So lobt Jagielski explizit den größten Konkurrenten im Webserver-Umfeld, Microsoft, immerhin hat dieser vor nicht all zu langer Zeit 100.000 US-Dollar zur Apache Foundation beigetragen. Das Unternehmen sei wirklich bemüht, Open Source besser zu verstehen, es stehe derzeit einfach dort, wo IBM und Sun vor fünf bis acht Jahren gewesen seien.

Unterstützung

Auch für Google findet Jagielski durchwegs lobende Worte, der Softwarekonzern sei über die Jahre "unglaublich offen" gewesen und habe neben organisatorischer und finanzieller Unterstützung auch viel Code beigetragen. Außerdem sei Google auch schlich ein beeindruckender Beweis dafür, wie man eine riesige, komplexe Infrastruktur auf Linux und Open-Source-Basis aufbauen könne. (red, derStandard.at, 05.01.10)