Samsungs LED 9000-Serie...

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...3D-tauglich und nur so dick wie ein Bleistift.

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Fernbedienung als Zweitdisplay

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Das beschreibbare E-Paper

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Der koreanische Elektronikriese Samsung hat im Vorfeld der CES 2010 sein gesamtes Produktportfolio für die kommenden Monate präsentiert. Ganz dem diesjährigen Trend genehm, stellte das Unternehmen eine Palette an 3D-tauglichen LCD-Fernsehern mit LED-Hintergrundbeleuchtung vor. Eine Besonderheit ist Samsung vorbehalten: Das neue Topmodell im Edelstahl-Chassis ist gerade einmal so dick wie ein Bleistift.

Lukrativ

Auch mit 3D will Samsung seine Marktführerschaft im TV-Segment aufrechterhalten. Die besonders lukrativen LED-Geräte haben 2009 für ein positives Geschäftsjahr gesorgt. 2,6 Millionen Einheiten habe man trotz branchenweitem Absatzrückgang verkauft, 2010 sollen es 10 Millionen Stück werden.

Die neuen TV-Modelle der Serien 7000, 8000 und 9000 können allesamt Videos in 3D darstellen. Hierfür ist wie bei allen kommenden 3D-Fernsehern eine Shutter-Brille von Nöten, die der Konzern ebenfalls anbietet. Wie LGs "Cell TV" sollen Samsungs 3D-TVs auch 2D-Medien in 3D umrechnen können. So können Quellen abseits von Blu-ray und PS3 in der dritten Dimension genossen werden. Für scharfe Bilder sorgen 240 Hz und 1080p Auflösung. Ein Schmankerl kommt dem Topmodell 9000 zugute: Die Fernbedienung kann während dem Blu-ray-Schauen als Zweitdisplay für TV-Sender genutzt werden.

AppStore

Passend zur Vernetzbarkeit mit externen Quellen über WiFi und USB hat Samsung einen AppStore für seine neuen Fernseher angekündigt. Ab Frühjahr lassen sich über eine von Grund auf neu entwickelte Plattform direkt am TV kostenlose Anwendungen herunterladen. Im Sommer sollen dann kostenpflichtige Premium-Apps folgen. Das Angebot umfasst Spiele, Youtube, Nachrichtenkanäle und soziale Netzwerke. Für Entwickler wurden die Tore offen gehalten - jeder könne Applikationen für Samsungs Plattform entwerfen.

Prototypen und kleine echte Produkte

Erste Prototypen von OLED-Displays zeigen indes, in welche Richtung sich Bildschirme entwickeln. Samsung stellte einen Laptop mit transparentem Screen zu Schau. Eine kleine Version davon wird es tatsächlich schon bald zu kaufen geben: Der MP3-Player ICE Touch verfügt über ein serienfertiges, handtellergroßes und durchsichtiges OLED-Touchscreendisplay. Praktisch: Damit die Finger bei der Bedienung nicht die Sicht auf das Bild versperren, wir der Screen von hinten bedient.

Eine konträre Bildschirmtechnologie kommt bei Samsungs E-Paper zum Einsatz. Die neuen Ebook-Reader verfügen über einen lesefreundlichen Touchscreen mit elektronischer Tinte, das sich mit einem Stylus auch noch etwa für Notizen beschreiben lässt. Das E-Paper wird es Anfang 2010 in den Größen 6 Zoll und 10 Zoll geben. Mit WiFi und Bluetooth ab 400 US-Dollar.

Kampfansage

Das Unternehmen will sich künftig weiterhin auch bei Mobiltelefonen bewähren. Vor allem am US-Markt habe man sich an die Spitze katapultiert. Insgesamt plant Samsung, das auch für seine Speicherchips bekannt ist, den Umsatz in der voraus liegenden Dekade ordentlich nach oben zu schrauben. Für 2010 werden Einnahmen von 110 Milliarden Dollar prognostiziert, bis 2020 soll das Geschäft auf 400 Milliarden Dollar fast vervierfacht werden.

(Zsolt Wilhelm aus Las Vegas, derStandard.at, 7.1.2010)