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Die Räum-Demarkationslinie zwischen Haus- und Stadtverwaltung ist die Gehsteigkante

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Wien - Im Winter lernt der Wiener jammern: Erfüllt der Hausdienst um sechs Uhr die Räumpflicht ("Chrt! Chrt! Chrt!"), wünscht man ihm den Tod per Dachlawine. Doch wenn sonst überall im Bezirk um zehn Uhr Gehsteige und Haltestellen durchgängig "Winter-Wonderland" sind, schwört das Fuß- und Kinderwagenvolk, das bis zur Wahl nicht zu vergessen. Erst recht, wenn auf der Fahrbahn Räumgerät das weiße Ungemach sogar in Seitengassen ganz selbstverständlich wegschiebt - auf Haltestellen und Radwege.

Die Räum-Demarkationslinie zwischen Haus- und Stadtverwaltung ist aber die Gehsteigkante. Wer die Abschrägung bei Ausfahrten zu kehren hat, ist daher eh klar: natürlich immer der andere. (rott, DER STANDARD Printausgabe 7.1.2010)