Nürnberg - Andreas Ivanschitz hat eineinhalb Wochen vor dem Frühjahrsstart zur deutschen Fußball-Bundesliga mediale Motivation erhalten. Der Burgenländer in Diensten des Aufsteigers FSV Mainz wurde vom deutschen Fachmagazin "kicker" in der Rangliste der offensiven Mittelfeldspieler als einer von vier Akteuren "im weiteren Kreis" eingestuft. Das Prädikat "Weltklasse" wurde niemandem zuteil, "internationale Klasse" nur dem Bremer Mesut Özil bescheinigt.

Der frühere ÖFB-Teamkapitän befindet sich mit Zvjezdan Misimovic von Meister VfL Wolfsburg, Carlos Eduardo (TSG 1899 Hoffenheim) und Aaron Hunt (Werder Bremen) in prominenter Gesellschaft. Der Österreicher sei ein typischer Zehner, technisch äußerst beschlagen, zwar nicht gerade der Schnellste, aber mit einem starken Schuss und dem Blick für Raum sowie freie Mitspieler ausgestattet, heißt es in der "kicker"-Begündung.

"Mainz tat sehr gut daran, ihn im Sommer von Panathinaikos Athen auszuleihen, denn er brachte das mit, was dem Aufsteiger fehlte - das spielerische Element." Sechs Tore und sechs Assists unterstreichen die Einschätzung des 26-Jährigen, dem eine höhere Einstufung dennoch verwehrt blieb. Aber nicht, weil Ivanschitz im Herbst von ÖFB-Teamchef Didi Constantini partout nicht berücksichtigt worden war.

"Es lag einzig und allein daran, dass er nach seinem Superstart abbaute, gegen Herbstende nicht mehr so frisch wirkte, was seine Probleme beim Einlegen des Rückwärtsgangs offensichtlicher werden ließ. Ein typischer Zehner eben", resümierte das Fachmagazin. Die neuntplatzierten Rheinhessen müssen im ersten Liga-Spiel 2010 in der 18. Runde am 16. Jänner zum Herbstmeister Bayer Leverkusen. (APA)