Wien - Die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi, deren OMV-Anteil mit jenem der Staatsholding ÖIAG syndiziert ist, hat beim Ölkonzern OMV von zuletzt 19,6 auf 20,0 Prozent aufgestockt - ÖIAG und IPIC zusammen halten damit nun 51,5 Prozent des Grundkapitals der OMV, wurde am Donnerstag mitgeteilt. Davor war noch ein IPIC-Anteil von 19,2 Prozent bekannt gewesen, jetzt wurde eine meldepflichtige Schwelle erreicht.

Demzufolge hat IPIC mit Stand 30. Dezember 60,050.273 Aktien gehalten. Beide Kernaktionäre zusammen halten 154,550.263 Aktien. Das OMV-Grundkapital besteht aus 300 Mio. Stückaktien, wobei OMV selbst 1,219.695 eigene Aktien hält, die nicht stimmberechtigt sind. Daraus resultieren in Summe 298,780.305 Stimmrechte. Mit Ausnahme der eigenen Anteile verkörpert jede Aktie ein Stimmrecht. Daher entsprechen die von ÖIAG und IPIC gehaltenen 154,550.263 Aktien/Stimmrechte 51,7 Prozent aller Stimmrechte.

Der zwischen ÖIAG und IPIC abgeschlossene Syndikatsvertrag sieht ein abgestimmtes Verhalten und Beschränkungen betreffend die gehaltenen Anteile vor. Die OMV-Kernaktionäre sind seit 1994 Partner. Vor zweieinhalb Jahren wurde die Vereinbarung bis 2016 verlängert.

Neuer E&P-Vorstand

Der 44-jährige Jaap Huijskes wird Nachfolger von OMV Vorstandsdirektor Helmut Langanger, verantwortlich für Exploration und Produktion. Der gebürtige Niederländer wird mit 1. April 2010 in den Konzern eintreten; Helmut Langanger verlässt das Unternehmen wie geplant mit Ende September 2010. Helmut Langanger wird zu diesem Zeitpunkt sein 60. Lebensjahr überschritten haben und möchte daher - wie bereits am 25. März 2009 bekanntgegeben - seine aktive Laufbahn bei OMV beenden. (red)