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Die Tonscherbe mit der hebräischen Inschrift

Foto: APA/EPA/UNIVERSITY OF HAIFA

Haifa - Ein israelischer Forscher hat nach Angaben der Universität Haifa die älteste derzeit bekannte hebräische Inschrift entziffert. Diese stamme aus dem 10. Jahrhundert v. Chr., als der Überlieferung nach König David regiert habe, teilte die Universität am Donnerstag mit. Die Inschrift sei ein Beweis dafür, dass es zu dieser Zeit bereits Bibelinschriften gegeben habe. Nach bisheriger Gelehrtenmeinung seien die Bibel oder Teile der Bibel zu einem solch frühen Zeitpunkt nicht geschrieben worden.

Nach Angaben von Gershon Galil von der Abteilung für Bibelstudien an der Universität Haifa enthält die mit blauer Tinte auf einer 15 mal 16,5 Zentimeter großen Tonscherbe gefertigte Inschrift Verben, die für das Hebräische charakteristisch sind. Auch das Wort Witwe sei typisch für Hebräisch und in anderen lokalen Sprachen zur damaligen Zeit anders geschrieben worden.

In der Inschrift wird den Angaben zufolge zum Schutz von Waisenkindern, Witwen, Armen, Sklaven sowie zur Unterstützung von Fremden aufgerufen. Sie erinnert nach Angaben von Galil unter anderem an Jesaja 1,17. Dort heißt es: "Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht und helfet den Unterdrückten, schaffet dem Waisen Recht, führet der Witwe Sache." (APA)