Schon bald dürfte für Österreichs Privatsender Fördergeld fließen. Die Rundfunk Regulierungs-GmbH geht davon aus, dass die Europäische Kommission in den nächsten Wochen die Förderung für kommerzielle und nichtkommerzielle Sender genehmigt. Danach könnten Privatsender noch im ersten Halbjahr 2010 zehn Millionen Euro bekommen - für nichtkommerzielle Sender stehen mehr als 1,6 Mio. Euro zur Verfügung. Nichtkommerzielle haben bereits vorab 375.000 Euro Fördergeld erhalten.

Zur Abdeckung der Gesamtkosten des Sendebetriebs hat die RTR 13 Freien Radios sowie dem Community-Sender Okto Förderungen aus dem "Fonds zur Förderung des Nichtkommerziellen Rundfunks" gewährt, teilte die RTR am Freitag in einer Aussendung mit. Förderfähige Kosten werden bis zu einer Höhe von maximal 90 Prozent ersetzt. Darunter fallen beispielsweise Personalkosten, Sachkosten für zugekauftes Nachrichtenmaterial, Original-Töne oder Interviews. "Die von der RTR-GmbH vergebenen Mittel sollen freie Rundfunkveranstalter motivieren, in ein qualitativ hochwertiges, vielfältiges Programm zu investieren", so Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Rundfunk.

Sobald die EU im Rahmen des Notifizierungsverfahrens grünes Licht für die neue Privatmedienförderung gibt, können sich Österreichs kommerzielle und nichtkommerzielle TV- und Radiostationen um zehn bzw. 1,6 Millionen Euro Fördergeld aus den Jahren 2009 und 2010 bewerben. Ab dem Jahr 2011 gibt es pro Jahr eine Million Euro für nichtkommerzielle sowie fünf Millionen Euro für kommerzielle Rundfunkveranstalter. (APA)