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Sieht im Nacktscannereinsatz nicht das Allheilmittel gegen Terroranschläge: Kerchove.

Foto: AP/Thierry Charlier

Hamburg - Der Antiterrorkoordinator der EU, Gilles de Kerchove, hat sich gegen eine uneingeschränkte Einführung von Nacktscannern auf Flughäfen ausgesprochen. Einen flächendeckenden Einsatz lehne er ab. "Man sollte die Geräte nicht unbedingt systematisch für alle Passagiere auf allen Strecken einsetzen" , meinte er zur Financal Times Deutschland. "Man könnte bestimmte Flüge aussuchen und deren Passagiere scannen, und vielleicht einen Teil der anderen Fluggäste." Der große Rest der Passagiere könne aber auch weiterhin so kontrolliert werden wie bisher.

Grundsätzlich befürwortet de Kerchove aber die Nutzung der Terahertz-Technologie für die Personenkontrolle. "Wenn der Schutz der Privatsphäre gewährleistet ist, die Datenschutzrechte beachtet werden und die Geräte effizientere und effektivere Kontrollen ermöglichen, wäre ich für eine schnelle Entscheidung" , sagte der Antiterrorkoordinator weiter. In dem Fall fände er es wünschenswert, dass die EU-Kommission einen entsprechenden Vorschlag für den Einsatz von Nacktscannern machen würde. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 9./10. Jänner 2010)