Athen - Griechische Fischer haben am Freitag vor dem Delta des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros (türkisch: Meric) an der Grenze zur Türkei vier Leichen von mutmaßlichen Bootsflüchtlingen gefunden. Darunter sei auch der Leichnam eines zweijähriges Kindes, berichtete der staatliche griechische Rundfunk weiter. Damit stieg die Zahl der Opfer, die seit vergangenen Montag vor dem Evros-Delta entdeckt wurden auf 17, hieß es. Die Behörden vermuten, dass die Menschen bei dem Versuch, den Fluss zu überqueren, ertrunken sind. Wie viele Menschen dabei tatsächlich starben, ist weiterhin unklar.

Erst Anfang Oktober waren im Fluss Evros acht Migranten ertrunken. Die Grenzregion des Flusses sowie die Ägäis sind Routen, über die internationale Schleuserbanden immer wieder illegal Zuwanderer nach Europa bringen. In Griechenland leben nach offiziellen Angaben rund eine Million Ausländer aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. (APA)