Graz - Die erste Großinsolvenz des Jahres 2010 betrifft ein oststeirisches Unternehmen: Die  BM-Battery Machines GmbH in Ebersdorf bei Hartberg musste beim Handelsgericht Graz den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens einbringen, wie die beiden Kreditschutzverbände AKV und KSV am Montag mitteilten. Die Überschuldung beträgt rund 6,4 Mio. Euro, 113 Arbeitnehmer sind betroffen.

Ursache der Insolvenz soll ein zu rasches Wachstum und zu geringes Eigenkapital gewesen sein. Die Firma unter ihrem Geschäftsführer und alleinigem Gesellschafter Anton Schwetz war nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich von Eintasch- und Stapelmaschinen für die Batterieindustrie und Komplettanbieter auf dem Sektor der Batteriemontage. Zu den Kunden zählten sämtliche führende Batteriehersteller wie Varta, Exide, Johnson Controls und East Penn.

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) teilte mit, dass das Unternehmen "zuletzt sogar als Generalunternehmen für die Errichtung kompletter Batteriefabriken" tätig gewesen ist. BM-Battery Machines konnte eine Exportquote von 98 Prozent aufweisen, vorwiegend wurde nach Mittel- und Südamerika und in den Fernen Osten verkauft.

Laut Schuldnerangaben beträgt die Höhe der Aktiva 6,7 Mio. Euro, die Höhe der Passiva rund 13,1 Mio. Euro, woraus sich eine Überschuldung von 6,4 Mio. Euro ergibt. Die offenen Kundenforderungen sollen mehr als 3,3 Mio. Euro betragen, so der AKV. Aufgrund der fehlenden Eigenmittel werde das Unternehmen nicht weiterzuführen sein. Nun steht ein Verkauf im Raum. (APA)