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In manchen Regionen - wie hier im nordvietnamesischen Distrikt Mu Cang Chai - können Kälteeinbrüche zur Sterilität der Reispflanzen führen. Eine neue Züchtung soll diesen Kältephasen widerstehen können.

Foto: REUTERS/Kham

Manila - Philippinische Wissenschafter haben eine kälteresistente Reissorte gezüchtet. Die Variante werde bereits in  Südkorea und Bangladesch getestet, berichtete das Internationale Reisinstitut (IRRI) in Los Banos südöstlich von Manila. Die Forscher hatten Gene identifiziert, die für Kältetoleranz verantwortlich sind.

Ungewöhnliche Kälteeinbrüche wie im indischen Staat Orissa im Dezember 2009 oder in Vietnam im Februar 2008 können die Ernte drastisch reduzieren. Auch Südkorea und China erleben immer wieder Ernteausfälle durch unerwartete Kälteperioden. Wenn die Temperatur zu lange zu niedrig ist, produzieren die Pflanzen im schlimmsten Fall keine fruchtbaren Pollen und deshalb keine Körner mehr, berichtete der IRRI-Pflanzenexperte Kshirod Kumar Jena.

Neue Variante durch Kreuzungen

Sein Team hat nach der Identifizierung der Genabschnitte, die Kältetoleranz bestimmen, durch Kreuzungen verschiedener Sorten eine neue Variante geschaffen, die ähnliche Kälteeinbrüche schadlos überstehen sollte. Neue Sorten werden vor der offiziellen Zulassung im Feld gründlich getestet.

Reis ist Hauptnahrungsmittel für hunderte Millionen Menschen in Asien. Die Ertragssteigerungen halten seit Jahren nicht mehr mit dem Bevölkerungswachstum mit. Kälteresistente Sorten könnten auch in  Regionen angebaut werden, die sich zurzeit nicht für die eigentlich tropische Pflanze eignen. (red/APA)