Wien - Vizekanzler Josef Pröll hat sich am Dienstag bereiterklärt, Stellen aus seinem Resort umzuschichten, um dem Justizministerium zusätzliche Staatsanwälte zur Verfügung stellen zu können. Allerdings werden nicht alle 70 zugesagten Kräfte aus dem Bereich des Finanzministers kommen: "Da wird jedes Resort gefordert sein." Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hatte davor neuerlich ein Aufknüpfen des Stellenplans abgelehnt und Pröll aufgefordert, das Personal in der Justiz durch nicht ausgefüllte Planstellen in anderen Resorts aufzustocken.

Pröll hatte gestern Justizministerin Claudia Bandion-Ortner zugesagt, angesichts der laufenden großen Verfahren im Bereich der Wirtschaftskriminalität zusätzliche Staatsanwälte zu überantworten. In einem ersten Schritt sollen 15 Kräfte hinzukommen, im Laufe des Jahres dann 20 weitere dazustoßen. Dazu sind noch 35 Assistenzmitarbeiter eingeplant. Die Justizministerin hielt sich aus dem Streit zwischen Pröll und Bandion-Ortner heraus: "Hauptsache ich bekomme die Planstellen." (APA)