Wien - Die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) hat das Volumen ihrer jüngsten siebenjährigen Bundesanleihe von 3 auf 4 Mrd. Euro erhöht. ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer begründet die Erhöhung mit der starken Nachfrage. "Sonst hätte man viele gute Investoren ausschließen müssen", so Oberndorfer am Dienstag zur APA. Der Kupon der Emission wurde heute mit 3,20 Prozent festgesetzt, der Emissionspreis lag bei 99,807 Prozent. Mit 3,23 Prozent rentiere die Anleihe 33 Basispunkte über der deutschen Benchmark, so Oberndorfer.

Der Renditespread zu Deutschland sei zwar in den letzten sechs Monaten zurückgegangen, liege aber noch immer höher, als es Österreich auf Grund seiner fundamentalen Stärke verdienen würde, so Oberndorfer. Zugleich müsse aber berücksichtigt werden, dass österreichische Emissionen kleiner seien.

15 Prozent der Emission seien außerhalb Europas platziert worden, 19 Prozent in Österreich, 66 Prozent in Europa ohne Österreich, 7 Prozent in Asien, 2 Prozent im Mittleren Osten und 5 Prozent in Nordamerika.

19 Prozent wurden von Notenbanken gekauft, 27 Prozent von Asset Managern, 33 Prozent von Banken, 7 Prozent von Private Banking-Gesellschaften, 8 Prozent von Versicherungen und Pensionsfonds sowie 6 Prozent entfielen auf andere Marktteilnehmer. Die österreichischen Banken hätten an der Emisson sehr gut mitgewirkt. Ein Viertel des Volumens sei über die heimischen Banken verkauft worden, so Oberndorfer.

Die Anleihe wurde nicht in einer Auktion, sondern über ein Banken-Syndikat begeben. Joint-Lead-Manager waren die Erste Group, BNP Paribas, HSBC und Morgan Stanley. Die nächste Bundesanleihe ist für 9. Februar geplant, diesmal wieder in Form einer Auktion.(APA)