Mittwoch Nachmittag von 13 bis 16 Uhr stellten sich der Slowene Janez Potočnik (Umwelt) und der Ungar László Andor (Soziales und Beschäftigung) den Fragen der Parlamentarier in den jeweiligen Fachaussschüssen.

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Von 16.30 bis 19.30 waren die Irin Máire Geoghegan-Quinn (Forschung, Innovation und Wissenschaft) und der Franzose Michel Barnier (Binnenmarkt und Dienstleistungen) dran.

Die Kandidaten im Kurzporträt

Der angehende Umweltkommissar Janez Potočnik wusste, was auf ihn zukommt. Schließlich war der Wirtschaftswissenschafter seit 2004 Kommissar für Forschung und Entwicklung. Potočnik hat auch den EU-Beitritt seines Heimatlandes mit ausverhandelt.

László Andor hingegen, designierter Kommissar für Soziales und Beschäftigung, stellte sich zum ersten Mal den Fragen der Parlamentarier. Der Ökonom kommt aus der Sozialistischen Partei Ungarns (MSZP). Sein bisheriger Job: Mitglied des Verwaltungsrats der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE).

Die Irin Máire Geoghegan-Quinn wechselt vom Europäischen Rechnungshof in die EU-Kommission. Dort soll sie für Forschung und Innivation zuständig sein. Geoghegan-Quinn ist Mitglied von Fianna Fáil. 1979 wurde sie als erste Frau seit der Staatsgründung 1922 Ministerin. Sie war für die gälischsprachigen Regionen Irlands zuständig. Bis 1997 war Geoghegan-Quinn in der irischen Politik aktiv - entweder als Ministerin oder als Parlamentsabgeordnete. 2000 wechselte sie an den Europäischen Rechungshof in Luxemburg. 

Der Franzose Michel Barnier ist getrost als mit allen politischen Wassern gewaschen zu bezeichnen. Der UMP-Politiker war unter anderem Mitglied der französischen Nationalversammlung, Außenminister, Minster für Landwirtschaft und Fischerei - und von 1999 bis 2004 EU-Kommissar für Regionalpolitik und institutionelle Reformen. Jetzt soll er sich um die Agenden Binnenmarkt und Dienstleistungen kümmern. (mka, derStandard.at, 13.1.2010)