Neben den Asylberechtigten hätte Österreich die Möglichkeit, sogenannte Kontingentflüchtlinge aufzunehmen. Darunter versteht man Menschen, die aufgrund von Notlage aufgenommen werden können, obwohl sie nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention fallen.

In der Union beteiligen sich Schweden, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Großbritannien und Irland an dem Resettlement-Programm des UN-Flüchtlingshilfswerks.

Eine entsprechende Initiative hat Österreich während des Balkan-Konflikts in den 1990er-Jahren für zehntausende Bosnier und Kosovaren gesetzt. Derzeit ist keine geplant: "Wir müssen unseren Rucksack an Asylansuchen abbauen", heißt es aus dem Innenressort. (nw, DER STANDARD Printausgabe 14.1.2009)