Los Angeles - Trotz konjunkturbedingter Preiseinbrüche sind die 30-sekündigen Werbeeinblendungen während des Super Bowls der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL am 7. Februar die teuersten Spots des Jahres im US-Fernsehen. Eine Werbebotschaft während des NFL-Finales in Miami kostet beim übertragenden Sender CBS umgerechnet zwischen 1,72 Millionen und 1,93 Millionen Euro.

Die Preise liegen damit zwischen sieben und 17 Prozent unter den Durchschnittskosten für ein klassisches Spotformat 2009 (2,06 Millionen Euro). Durch zwangsläufig teurere Last-Minute-Buchungen für die vier letzten von insgesamt 62 Werbe-Inseln im Programm könnten sich die Werte allerdings noch nach oben verschieben.

Im vergangenen Jahr erreichte die Super-Bowl-Liveübertragung beim CBS-Rivalen NBC 98,7 Millionen Zuschauer. Aufgrund der hohen Einschaltquoten gelten die Werbespots in den Pausen des Matches als besonders reichweitenintensiv und sind entsprechend kostspielig. Die Einnahmen von NBC durch Werbespots rund um das Super-Bowl-Spektakel beliefen sich im Vorjahr auf 146,8 Millionen Euro.

CBS muss dagegen in diesem Jahr auf einen traditionellen Großkunden verzichten. Erstmals nach 23 Jahren verzichtet der Getränkeriese Pepsi auf die Schaltung eines Spots. 2009 waren General Motors und FedEx aus der Super-Bowl-Werbung ausgestiegen.

Seattle setzt auf Carroll

Pete Carroll wird neuer Headcoach bei den Seattle Seahawks. Der 58-Jährige tritt die Nachfolge von Jim Mora an, der nach nur nur fünf Siegen in der regulären Saison und verpassten Play-offs am Freitag entlassen worden war. "Er hat eine Siegermentalität und eine absolut positive Ausstrahlung, die ansteckend wirkt", sagte Seahawks-Boss Tod Leiweke.

Carroll war in der NFL mit mäßigem Erfolg bereits als Headcoach für die New York Jets (1994) und die New England Patriots (1996-1999) tätig. In den letzten neun Jahren trainierte er die Mannschaft der University of Southern California, mit der er zwei College-Titel gewann. (SID)