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Ehemaligen Zivildienstleistenden ist es 15 Jahre lang nicht erlaubt einen Jagdschein zu erwerben oder Polizist zu werden.

Foto: AP/Michael Probst

Die Entscheidung anstelle des Bundesheers neun Monate als Zivildiener zu leisten ist nach wie vor mit der Weigerung eine Waffe zu führen verbunden. Nicht soziale Gründe oder Interessensfragen bestimmen die Rechtsordnung. Dies hat jedoch weitreichende Auswirkungen die persönliche Zukunft von Rekrut und Zivildienstleistenden. So ist es ehemaligen Zivildienstleistenden 15 Jahre lang nicht erlaubt einen Jagdschein zu erwerben oder Polizist zu werden.

Dies komme einer Diskriminierung gleich, befand der Salzburger Landtag einstimmig am Mittwoch. Aus Sicht der SPÖ - die einen diesbezüglichen Antrag eingebracht hatte - widerspricht die derzeitige Regelung dem Gleichheitsgrundsatz. Anlass war ein junger Salzuburger, der Polizist werden wollte, jedoch Zivildienst absolviert hatte. Der Landtag ersucht nun den Bund, die Bestimmungen zu ändern. Im Verfassungs- und Verwaltungsausschuss des Salzburger Landtags soll diese Frage nun weiter behandelt werden. (red, derStandard.at, 14.1.2009)