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5.000 Euro sollen deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge zahlen, wenn es nach Josef Bucher geht (BZÖ)

Foto: AP/Maurer

Eine neue Idee hat BZÖ-Chef in der Frage der Finanzierung der österreichischen Universitäten: Er will, dass deutsche Studierende künftig 5.000 Euro zu Studienbeginn zahlen sollen, während österreichische Studienanfänger mit Matura oder Studienberechtigungsprüfung einen 5.000 Euro "Uni-Bonus" erhalten sollen, der sie von dieser Gebühr befreit. "Es soll eine verpflichtende Einschreibgebühr von 5.000 Euro für alle geben, alle Österreicher können dann aber ihren Gutschein verwenden und kostenlos inskribieren", so Bucher im Gespräch mit derStandard.at. Zusätzlich sollen allerdings - geht es nach dem BZÖ - auch die Studiengebühren wieder vollständig eingeführt werden.

"Bei 60.000 deutschen Studenten (Anm.: die derzeit schon in Österreich studieren) würde das 300 Millionen Euro für die Universitäten bringen", meint Bucher in einer Aussendung.

Bucher formulierte diesen Vorschlag auch vor dem Hintergrund, dass nächstes Jahr möglicherweise doppelt so viele deutsche Studienanfänger nach Österreich kommen werden, da in Deutschland die Schulzeit an Gymnasien um ein Jahr verkürzt wurde. "Gerade in Anbetracht der angespannten budgetären Situation der Hochschulen ist es untragbar, dass die Österreicher die Ausbildung anderer Nationen in diesem Ausmaß berappen", kritisierte Bucher, der einen "Super-Gau" an den Unis im nächsten Jahr befürchtet. (edt/derStandard.at, 14.01.2010)