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Pionierin: El Moutawakel ist die erste afrikanische und erste muslimische Frau in der Geschichte der Olympischen Spiele, die eine Goldmedaille erkämpfte. Nun ist sie die erste Leiterin einer Koordinierungskommission.

Foto: APA/AP/Arturo Rodriguez

Lausanne - Nach zwölf Jahren im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) steht Hürden-Olympiasiegerin Nawal El Moutawakel vor der größten Herausforderung ihrer steilen Funktionärs-Karriere. IOC-Präsident Jacques Rogge beauftragte die 47-jährige Marokkanerin mit der schwierigen Mission, die Koordinierungskommission für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu leiten.

Moutawakel wird damit als erste Frau an der Spitze einer IOC-Koordinierungskommission stehen. Der Schweizer Rene Fasel überwacht für das IOC die Arbeiten in Vancouver, sein Landsmann Denis Oswald ist für London 2012 zuständig. Als IOC-Beobachter für Sotschi 2014 wirkt der Franzose Jean-Claude Killy.

Spekulationen über Nachfolge Rogges

Die Afrikanerin Moutawakel gilt zudem als Kandidatin für die Nachfolge von Rogge, dessen IOC-Präsidentschaft 2013 zu Ende geht. Die Kommission koordiniert, begleitet und überwacht die Vorbereitungen für ein Milliarden-Projekt, die ersten Olympischen Spiele in Südamerika. El Moutawakel gehört dem IOC seit 1998 und der Exekutive seit 2008 an. Sie hatte 1984 in Los Angeles überraschend Gold über 400 Meter Hürden gewonnen. (APA/Si)