Salzburg - Ein 38-jähriger Salzburger ist am Donnerstag wegen sexuellen Missbrauchs seiner drei eigenen minderjährigen Kinder zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Er soll in eine Anstalt für geistig abnorme, aber zurechnungsfähige Rechtsbrecher eingewiesen werden. Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Taten sollen in den Jahre 2005 bis 2009 begangen worden sein. Auf den Fall aufmerksam wurde die Polizei im Sommer des Vorjahres. Der Frühpensionist wollte in einer Bank in der Stadt Salzburg acht gefälschte Traveller-Schecks einlösen. Die Angestellte bemerkte den Schwindel und alarmierte die Exekutive. Ermittlungen ergaben, dass der Mann einer Betrügerbande aus Nigeria aufgesessen war. Er habe die Schecks von einem Engländer für Bilder erhalten, auf dem er und seine Tochter abgebildet seien, rechtfertigte sich der Beschuldigte.

Die Polizei durchforstete daraufhin das Handy und den Laptop des Verdächtigen. Dabei fanden sie Aufnahmen, die einen Oralverkehr des Mannes mit seiner Tochter zeigten. Dieses Video fertigte er mit seiner Handykamera an. Nach Angaben des Mädchens habe ihr Vater auch ihre beiden Geschwister missbraucht. Der Salzburger zeigte sich nur im Fall jenes Oralverkehrs mit der ältesten Tochter geständig. Warum es zu den anderen Anschuldigungen kommen konnte, "ist ihm nicht erklärlich", sagte der Verteidiger.

Die Anklage lautete auf mehrfachen sexuellen Missbrauch, pornografische Darstellungen von Minderjährigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses. Der Strafrahmen beträgt dafür ein bis zehn Jahre Haft. (APA)