Es ist ein Berufsgeheimnis, aber: Übergänge sind wirklich ein Hund. Zusammenfügen, was der klare Verstand trennt; A mit Schmäh und B verbinden: oft hatschert und patschert.

Apropos. ZiB 20, sauharter Nachrichtentag, der Moderator muss Berichte über ein verheerendes Erdbeben in der Karibik ansagen, mit tausenden toten, tausenden verletzten, tausenden unter den Trümmern verschütteten, tausenden ums Überleben kämpfenden Menschen auf Haiti. Das geht nahe.

Und wie endet fünf Minuten später diese ZiB, in der man noch von missbrauchten Kindern und - Soft News - vom Versöhnungsbesuch einer Frau im Vatikan berichtet, die unlängst den Papst zu Boden gerissen hat? Genau so: "Na bitte, besser werden die Nachrichten heute nicht mehr, daher hören wir jetzt auf. Jetzt kommt gleich Christa Kummer mit der Wettervorhersage. Und dann" - Lächeln. Verheißungsvoller Samtblick. - "Fluch der Karibik. Ihnen allen einen schönen Abend."

Ja, danke. Und apropos: Besser werden die Nachrichten vom Küniglberg nicht mehr, da braucht's keinen Unterhaltungsschmäh (siehe TV-Tagebuch). Sicher, der Film kann nichts dafür, dass Fluch, Karibik und Haiti sich derzeit zu so fürchterlichen Bildern im Kopf vermischen. Aber abgesehen von der Ansage: Es wurde schon wegen minderer Anlässe das Programm geändert. (Andrea Schurian, DER STANDARD/Printausgabe, 16./17.01.2010)