London/Wellington - Prinz William hat bei seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch in Neuseeland Erwartungen gedämpft, dass er künftig deutlich öfter seine Großmutter Queen Elizabeth II. vertreten wird. Er werde sich eher auf seine Ausbildung zum Rettungsflieger der Luftwaffe konzentrieren, sagte die Nummer Zwei der Thronfolge am Sonntag bei der Ankunft in Neuseeland. "Ich habe noch viel Ausbildung vor mir, und ich brauche dieses Training", zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den 27-Jährigen.

William unternimmt die dreitägige Reise als offizieller Vertreter der Queen und wird bei der Eröffnung des Obersten Gerichtshofs in der Hauptstadt Wellington dabei sein sowie Termine in Auckland wahrnehmen. In den vergangenen Monaten war in Großbritannien darüber spekuliert worden, dass die Queen ihrem Enkel mehr öffentliche Pflichten übertragen wolle, um ihn auf seine künftige Rolle als König vorzubereiten.

William selbst hatte dann aber klar gestellt, dass er kein "Schatten-König" sein und nicht vorzeitig in eine Rolle gedrängt werden wolle. William könnte nur der nächste König Großbritanniens werden, wenn sein Vater Charles den Titel ablehnt oder vor Elizabeth II. stirbt. (APA/dpa)