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Spaniens Prinzenpaar freut sich, dass sie so beliebt sind, dass man ihnen ganze Vermögen vererbt

Foto: Reuters

Madrid - Ein Multimillionär auf Menorca hat sein gesamtes Vermögen dem spanischen Thronfolger Kronprinz Felipe und seiner Frau Prinzessin Letizia vermacht. Begegnet sind die Erben dem Millionär nie.

Hälfte soll in eine Stiftung einfließen

Der Unternehmer Juan Ignacio Balada galt als einer der reichsten Männer Menorcas und als ein überzeugter Monarchist. Er hat in seinem Testament verfügt, dass das Kronprinzenpaar und die Enkel des spanischen Königs Juan Carlos je eine Hälfte des Erbes erhalten sollen. Die andere Hälfte soll in eine Stiftung einfließen, über deren Zielsetzung der Thronfolger nach eigenem Gutdünken entscheiden soll.

Verblüfftes Königshaus

Das spanische Königshaus reagierte nach der Öffnung des Testaments völlig verblüfft, denn Felipe und Letizia hatten mit dem Multimillionär nie zu tun gehabt. Das Königshaus lässt nun von Rechtsexperten prüfen, ob es das Erbe überhaupt antreten darf. Der genaue Wert des Vermögens ist noch nicht bekannt. Inoffiziell ist von 30 Millionen Euro die Rede.

Cousinen gingen leer aus

Der Multimillionär war ein Einzelgänger. Er hatte keine Geschwister und lebte immer als Junggeselle. Die einzigen Verwandten, von denen man weiß, sind zwei Cousinen, die er jedoch nicht bedenken wollte. Eine von ihnen sagte der Zeitung "El Periodico": "Es tut mir in der Seele weh. Ich hatte Balada in den letzten drei Monaten seines Lebens gepflegt, aber über sein Vermögen hat er nach Lust und Laune entschieden."

Bescheidenes Leben

Balada soll ein verschlossener Mensch gewesen sein, der nur mit wenigen Leuten Kontakte gepflegt hatte. Trotz seines Reichtums führte er ein bescheidenes Leben. In seiner Residenz soll er nicht einmal einen Kühlschrank gehabt haben.

Debatte in Spanien ausgelöst

Das ungewöhnliche Vermächtnis löste in Spanien eine Debatte aus, ob der Thronfolger das Erbe überhaupt antreten darf. Die Partei der katalanischen Öko-Sozialisten (ICV) meinte, die Krone solle die Millionen für wohltätige Zwecke ausgeben. Demgegenüber betonte die Zeitung "El Mundo", das Königshaus müsse das Erbe dem Staat übertragen. (APA)