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Im Winter fast aussortiert, jetzt Retter der Schalker: Kevin Kuranyi

Foto: EPA/Vennenbernd

Gelsenkirchen - Dank Kevin Kuranyi bleibt Schalke 04 Spitzenreiter Bayer Leverkusen in der deutschen Bundesliga auf den Fersen. Mit seinem neunten Saisontor sicherte der Ex-Nationalspieler den Königsblauen zum Rückrundenauftakt einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg. Nach dem Treffer in der 48. Minute liegt das Team von Trainer und Manager Felix Magath, der Kuranyi eigentlich schon in der Winterpause verkaufen wollte, weiter nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer.

Kuranyi verdarb damit Dieter Hecking das Trainerdebüt beim Club. Der Nachfolger von Michael Oenning konnte die Negativserie der Franken nicht stoppen, die ihr fünftes Spiel in Folge verloren. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist auf fünf Punkte angewachsen. Allerdings hatte Nürnberg viel Pech: Zweimal lenkte Schalkes Nationaltorwart Manuel Neuer den Ball mit den Fingerspitzen noch an den Posten - nach Schüssen von Angelos Charisteas (26.) und Christian Eigler (68.).

"Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Darauf können wir aufbauen. Es gab eine Menge positive Sachen. Die Mannschaft lebt. Das hat man gesehen. Wir versuchen das Unmögliche möglich zu machen", sagte Club-Torhüter Raphael Schäfer.

BVB gewinnt Krimi in Köln

Auch Borussia Dortmund hat seine Siegesserie zum Rückrundenauftakt fortgesetzt und sich in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Kevin Großkeutz erzielte in letzter Minute den Siegtreffer des BVB zum 3:2 (2:0)-Erfolg beim 1. FC Köln. Durch den fünften Sieg in Serie und das elfte Liga-Spiel ohne Niederlage festigte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp den fünften Platz und baute den Vorsprung auf den nächsten Verfolger Werder Bremen auf bereits fünf Zähler aus.

Dabei hatte der FC kurz vor dem K.o. noch durch Treffer von Kevin McKenna (82.) und Youssef Mohamad (88.) einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Abwehrspieler Mats Hummels hatte die Dortmunder mit zwei Treffern vor der Pause (28. und 45.+5) auf die Siegerstraße gebracht. In der Schlussphase, in der BVB-Coach Jürgen Klopp noch auf die Tribüne verwiesen wurde, überschlugen sich schließlich die Ereignisse.

Die Kölner rutschten damit wieder bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran. Mit nur zwölf Treffern stellen die Kölner weiter den schwächsten Sturm der Liga, zudem verschärft sich die Krise von Lukas Podolski, der bereits seit 1121 Minuten auf ein Tor wartet.

Prinz Poldi frustriert

Der deutsche Nationalstürmer wurde bereits in der 60. Minute ausgewechselt und blieb bis dahin ohne Torchance. Auf dem Weg in die Kabine warf Podolski frustriert seine Handschuhe und Trainingsjacke auf den Boden. Dabei hätte das Spiel für den 24-Jährigen sogar noch früher beendet sein können: Die Gelbe Karte von Schiedsrichter Florian Meyer hatte er nämlich hämisch beklatscht und hätte dafür durchaus Gelb-Rot sehen können. (SID)