Die Umgestaltung der früheren Hochegger-Gruppe des in die Buwog-Affäre involvierten PR-Beraters Peter Hochegger geht weiter: Die ehemalige Finanz-PR-Agentur Hochegger-Financials, im Herbst in Q-COM-Financials umbenannt, hat sich nun endgültig von der Gruppe getrennt. Mit neuem Mehrheitseigentümer und dem neuem Namen "Metrum Communications" wollen die Kommunikatoren nun neu durchstarten. "Das Kapitel Hochegger ist für uns jetzt hoffentlich abgeschlossen", betont der frühere Minderheits- und nunmehrige Mehrheitsgesellschafter Mick Stempel.

Das Kerngeschäft soll weiterhin Finanz- und Börsenkommunikation bleiben. Zehn in Wien börsenotierte Unternehmen sowie Banken, Fondsgesellschaften und Private Equity-Fonds zählen zu den Kunden des vor zehn Jahren gegründeten Beratungsunternehmens. In Österreich und Zentraleuropa ist Metrum Communications darüber hinaus auch in der Kommunikation bei Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions M&A) tätig. Der aus der Musik entlehnte neue Name Metrum soll auf die Funktion als Taktgeber verweisen, der das Maß ("Metron") beherrscht.

Die Eigentumsverhältnisse der Agentur wurden neu geordnet: Michael Stempel hält nun 80 Prozent (bisher 26 Prozent) der Anteile, Roland Mayrl 10 Prozent (bisher 5 Prozent). Die restlichen 10 Prozent hält wie bisher Dietmar Trummer, ehemaliger langjähriger Geschäftsführer der Hochegger Gruppe. Früher hatte die Hochegger Holding 59 Prozent der Firma, nunmehr gebe es keine Verschränkung mehr: "Wir sind völlig getrennt", versichert Stempel: "Wir waren nie im Bereich Lobbying tätig und distanzieren uns nochmals mit Nachdruck von Geschäften, wie sie im Herbst 2009 im Zuge der Buwog-Affäre bekannt wurden." Stempel war früher Geschäftsführer des Wipress Wirtschaftspressediensts. (APA)