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Die ÖBB sind - wie berichtet - aus Spekulationsgeschäften mit der Deutschen Bank mit einem Verlust von 295 Millionen Euro herausgekommen. Insgesamt waren 612,9 Millionen im Spiel, ein langandauernder Rechtsstreit wurde nun mit einem Vergleich beendet.

Verkehrsministerin Doris Bures gab sich am Montag zufrieden: "Es ist gelungen, das Risiko zu halbieren, für die Zukunft sind Spekulationen ausgeschlossen", so die Ministerin über das Gelöbnis der Bahn, keine weiteren riskanten Anlagegeschäfte zu tätigen.

Grüne fordern Konsequenzen

Für die Grünen ist es mit dieser Reaktion der Verkehrsministerin noch nicht getan. "In Kenntnis der Vergeudung und Verjuxung von 613 Mio Euro durch hochriskante Spekulationen verschafften die Aufsichtsratsvorsitzenden (Horst) Pöchhacker und (Eduard) Saxinger dem scheidenden ÖBB-Chef Martin Huber 2007 noch einen fetten Abfertigungspolster mit Erfolgsbeteiligung an dem Risikogeschäft."

Huber sah sich schon während seiner Amtszeit massiven Vorwürfen im Zusammenhang mit Immobilienprojekten ausgesetzt, entsprechenden Widerstand gab es schon damals gegen die finanzielle Vergütung für seinen vorzeitigen Ausstieg. Damals meinte Aufsichtsratspräsident Pöchhacker, dass Manager, die per saldo gute Arbeit leisteten, auch fair behandelt werden sollten. Außerdem habe Huber keine 800.000 Euro erhalten, sondern nur einen halb so hohen Betrag.

Auch diesen gönnt man dem Ex-ÖBB-Chef bei den Grünen jedenfalls nicht. "Bures muss Pöchhacker zur Verantwortung ziehen und den Golden Handshake wieder rückfordern", so Moser am Montag. Die Ministerin verwies diesbezüglich übrigens ihrerseits auf den Aufsichtsratschef - eben auf Pöchhacker.

Die Bahn betonte am Montag, dass die Bilanz 2009 voraussichtlich mit einem Plus von 100 Mio. Euro abschließen werde, was auf die Auflösung der Rückstellungen für das nun beendete Spekulationsgeschäft zurück zu führen sei. (red/APA)