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Henrys Handspiel gegen die Iren bleibt ohne Nachspiel, sagt die FIFA.

Foto: EPA/IAN LANGSDON

Zürich - Frankreichs Teamstürmer Thierry Henry wird nach der unsportlichen Aktion im entscheidenden WM-Play-off-Spiel gegen Irland nachträglich mit keinen Sanktionen belegt. Dies verlautbarte der Disziplinarausschuss des Weltfußballverbandes FIFA am Montag. Man sei zum Schluss gekommen, "dass keine rechtliche Grundlage für die Ahndung dieses Falles besteht".

Nicht Gott, sondern Henry

Henry hatte beim 1:1 nach Verlängerung gegen Irland vor dem Ausgleichstor, das Frankreich die Teilnahme an der WM in Südafrika bescherte, den Ball mit der Hand gespielt und Torschütze William Gallas danach ideal bedient. Der Referee hatte dies zum Ärger der Iren nicht geahndet. Wie die FIFA nun bekanntgab, könne das Handspiel aber "nicht als schweres Vergehen gemäß Artikel 77a des FIFA-Disziplinarreglements betrachtet werden".

"Logische Entscheidung"

Der Präsident des französischen Fußballverbandes FFF, Jean-Pierre Escalettes, sprach nach dem Urteil von einer "logischen Entscheidung". Es sei nicht erstaunlich, dass Henry nicht sanktioniert werde, da nichts in der FIFA-Verordnung dies erlauben würde. "Ich hoffe, das ist das Ende dieser Geschichte, ich hoffe es von ganzem Herzen", meinte Escalettes.

Die "Bleus", die bei der WM auf den Gastgeber Südafrika, Mexiko und Uruguay treffen, können damit auch im Juni auf den Rekord-Torschützen vom FC Barcelona zurückgreifen. (APA/AFP)