Viele Punkte des Nationalen Aktionsplans für Integration (NAP-I) seien "sehr unausgegoren und schwammig": Die Wiener Stadträtin für Integrationsfragen, Sandra Frauenberger, sparte am Dienstag nicht mit Kritik. Vor allem die mangelnde Einbindung der Länder und Gemeinden sowie die fehlenden Finanzierungskonzepte seien kritikwürdig.

"Augenauswischerei"

Was die Verpflichtung zum Deutschtest vor der Einreise betrifft, meinte Frauenberger, dies widerspreche der Chancengleichheit. In vielen Gegenden fehle es an Kursangeboten. "Das ist in Wahrheit Augenauswischerei. Hier geht es nicht darum, dass die Menschen schneller und besser Deutsch lernen, sondern es wird eine neue Hürde aufgebaut, die massiv der Chancengleichheit widerspricht. (red, derStandard.at, 19.1.2010)