Wien - Alle 21 Universitäten haben Mittel aus der vom Wissenschaftsministerium freigegebenen "Notfalls-Reserve" in Höhe von 34 Mio. Euro beantragt. Damit sollen in jenen Studienrichtungen, in denen es wegen der stark gestiegenen Studentenzahlen zu besonderen Belastungen der Lehre gekommen ist, Maßnahmen zur Verbesserungen der Studienbedingungen finanziert werden. Laut Wissenschaftsministerium liegt die Gesamtsumme aller eingereichten Vorhaben bei etwas über 34 Mio. Euro - mit Unis, die zu viel beantragt haben, werde "das Gespräch gesucht".

Richtschnur für die Verteilung der 34 Mio. Euro auf die einzelnen Unis ist deren Studentenzuwachs: Die Uni Wien erhält mit rund 9,7 Mio. Euro den Löwenanteil, die Technische Universität (TU) Wien und die Uni Innsbruck bekommen je drei Mio. Euro, die Uni Graz und die Uni Linz je 2,9 Mio., die Wirtschaftsuniversität (WU) 2,5 Mio., die Uni Salzburg 2,1 Mio., Medizin-Uni Wien und Universität für Bodenkultur je 1,5 Mio. und die Uni Klagenfurt 1,3 Mio. Euro. Die TU Graz und die Medizin-Uni Graz erhalten je rund 900.000 Euro, die Medizin-Uni Innsbruck 600.000 Euro, die Veterinärmedizinische Universität 500.000 Euro und die Montanuni Leoben rund 200.000 Euro. Die Musik-Uni Wien streicht rund 130.000 Euro ein, die Akademie der bildenden Künste 120.000, die Musik-Uni Graz 75.000 Euro, Universität für angewandte Kunst und Kunstuni Linz je rund 50.000 Euro und das Mozarteum rund 30.000 Euro.

Von jeweiligen Rektoraten und Hochschülerschaften wurden 94 Einzelvorhaben beantragt, zum Beispiel der Ausbau der IT-Infrastruktur und E-Services für Studenten sowie zusätzliche Computerarbeitsplätze, zusätzliche Professuren bzw. Lehraufträge, die Sanierung von Hörsälen und Übungsräumen sowie der Ausbau der Bibliothekenservices. Die Anträge werden nun im Ministerium ausgewertet, die ersten Beträge sollen im März überwiesen werden. (APA)