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Sechster Saisonerfolg für Gregor Schlierenzauer.

Foto: AP/ Keplicz

Zakopane - Schon seinen 30. Skisprung-Weltcup-Sieg hat der erst 20-jährige Gregor Schlierenzauer am Freitag in Zakopane gefeiert. Der Weltcup-Gesamtsieger der Vorsaison stellte die Konkurrenz mit Höchstweiten von 138 und 133 Metern in den Schatten und hatte immerhin schon 11,7 Zähler Vorsprung auf den Schweizer Simon Ammann, der durch seine Leistung einen ÖSV-Triplesieg verhinderte. Mit Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl folgten zwei weitere Österreicher auf den Plätzen. Sehr stark war auch der Ex-Kombinierer David Zauner als Sechster.

Für Schlierenzauer, der zuletzt den Trip nach Japan nicht auf sich genommen hatte, war es in der Olympia-Saison bereits der sechste Tagessieg. Ammann hielt den starken Stubaitaler aber im Gesamt-Weltcup noch auf Distanz. Der Eidgenosse hatte dem ÖSV-Star durch sein Antreten in Sapporo das Gelbe Trikot entrissen und führt nun noch mit 123 Punkten.

Entwicklung Richtung Vancouver

"Es war ein Springen auf einem sehr hohen Niveau. Gregor hat meines Erachtens eines seiner besten Springen überhaupt gezeigt. Er hat schon während der Tournee und am Kulm viel an sich gefeilt, und das Training auf der kleinen Schanze in Stams hat sich ausgezahlt", meinte Cheftrainer Alexander Pointner. "Die Entwicklung Richtung Vancouver stimmt", frohlockte Pointner auch mit Blick auf die gesamte Mannschaft in Rot-weiß-Rot.

Ausgezeichnet schlug sich nämlich knapp drei Wochen vor dem ersten von drei olympischen Skisprung-Konkurrenzen im Whistler Olympic Park (Normalschanze) auch der Rest des ÖSV-Teams. Nur Ammann und der fünftplatzierte Lokalmatador Adam Malysz landeten aus internationaler Sicht in den Top 6. Neben Sapporo-Sieger Morgenstern und Normalschanzen-Weltmeister Loitzl erzielte auch der immer stärker werdende Quereinsteiger David Zauner als Sechster sein bestes Weltcup-Resultat. Der Ex-Kombinierer fing im zweiten Durchgang sogar Janne Ahonen noch ab.

Am Samstag gibt es noch ein zweites Springen in Polen. Danach wird sich Pointner in Absprache mit dem Nordischen Direktor Toni Innauer endgültig auf seine fünf Mann für die Olympischen Spiele festlegen. Hauptsächlich wird ihm dabei wohl die Festlegung auf den fünften Mann Kopfschmerzen bereiten, denn Schlierenzauer, Morgenstern, Loitzl und Tournee-Sieger Andreas Kofler, der am Freitag 13. wurde, sind ja quasi fix. (APA)