Nicht ohne meine Active-Shutter-Brille: Dreidimensional fernsehende Couchpotatoes dürfen den Kopf nicht schief halten

Montage: Friesenbichler

Noch ist High-Definition-TV (HDTV) von den Konsumenten nicht verdaut, sind die hochauflösenden Angebote von TV-Stationen am Anfang und hat die hochauflösende Blu Ray die traditionelle DVD in Standardauflösung nicht eingeholt, aber schon drängt Sony auf den nächsten Technologiewechsel. Schon im Juli werden die erst vor kurzem bei der Elektronikmesse CES vorgestellten 3D-Fernseher in Österreich erhältlich sein, zusammen mit den für 3D-Filme nötigen neuen Blu-Ray-Playern.

Active Shutter

Die für Fernsehen verwendete 3D-Technologie nennt sich "Active Shutter" und beruht darauf, dass am Schirm in rascher (und damit unsichtbarer) Abwechslung getrennte Bilder für die leicht unterschiedlichen Perspektiven von linkem und rechtem Auge gezeigt werden. Damit der Film nicht mit einem unscharfen Farbschleier, sondern in dreidimensionaler Schärfe erscheint, ist eine Spezialbrille nötig, bei der jeweils abwechselnd linkes und rechtes Glas geschlossen werden. Für die Synchronisation von TV und Brille sorgt ein Infrarotsender am TV, ein Empfänger an der Brille.

Brillen um 200 Euro

Diese 3D-Technik macht zum Betrachten relativ massive Spezialbrillen nötig, deren Akku vermutlich alle 50 Stunden geladen werden muss. Kinderpartys mit 3D-Spielen empfehlen sich aus Kostengründen weniger: Bei einem 40-Zoll-Gerät um 2100 Euro sind zwar zwei Brillen dabei, jede weitere kostet jedoch 200 Euro.

3D-ready

Die LX9-Geräte der Sony-Bravia-Serie sind für dreidimensionales Fernsehen ausgestattet, später soll es auch "3D-ready" Geräte geben, die entsprechend nachgerüstet werden können. Das Angebot wird anfangs vor allem auf PlayStation-Spiele, Animation, und Actionfilme abzielen. (spu/ DER STANDARD Printausgabe, 22. Jänner 2010)