Wien - In die Affäre um die umstrittene Privatisierung der ehemals staatlichen Immobiliengesellschaft Buwog kommt wieder Bewegung. Wie die "Presse" berichtet, wurden nun die Ermittlungen auf den Wiener Immobilienmakler Ernst Karl Plech ausgedehnt. Bisher bestand der Kreis der Beschuldigten aus Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, seinem damaligen Kabinettschef Heinrich Traumüller, Grasser-Freund Walter Meischberger und PR-Berater Peter Hochegger. Ernst Karl Plech gehört ebenfalls zum Freundeskreis des ehemaligen Finanzministers.

Ermittelt wird gegen Plech laut Zeitung wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Untreue. Plech war Buwog-Präsident und gleichzeitig Mitglied der Vergabekommission, die über den Buwog-Verkauf entschied. Für ihn gilt so wie für die anderen Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen wurden von Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, der "Presse" bestätigt. Jarosch: "Die Ermittlungen sind in einer heißen Phase." (APA)