Wien - Die italienische Designfirma Fiona Winter Studio S.R.L. (FWS) von Fiona Pacifico Griffini-Grasser stehe vor dem Aus, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner kommenden Montag erscheinenden Ausgabe. FWS-Geschäftsführer Boto Deneke erklärt laut Vorausmeldung: "Es gibt Überlegungen, die Firma zu schließen". Die Ehefrau von Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser habe mit ihrer Designlinie nicht den erhofften Erfolg gehabt, so das Magazin. Die Firma FWS, in der Pacifico Griffini-Grasser ihre Designideen für Mode und Interieur umsetzt, wurde im Jahr 2002 in Mailand gegründet.

Der angepeilte Umsatz von zumindest einer Million Euro wurde in den vergangenen drei Jahren kein einziges Mal erreicht, schreibt der "trend". 2008 wurden 870.000 Euro Umsatz verbucht. Die Reserven des Unternehmens seien aufgebraucht: Die liquiden Mittel hätten sich von rund einer halben Million im Jahr 2006 auf 56.000 Euro reduziert, der Gewinn belaufe sich auf 64.000 Euro. Lediglich die Hälfte davon sei Pacifico Griffini-Grasser zuzurechnen, da 49 Prozent der Firma dem Mutterkonzern Swarovski gehören. Allerdings werde ein Neustart in Wien überlegt, zitiert der "trend" FWS-Geschäftsführer Deneke. Die von Pacifico Griffini-Grasser kreierte Marke FWS könne weiter entwickelt werden.

Offensichtlich haben sich mittlerweile Fionas Pläne zerschlagen, als "Creative Advisor" ganz in den Swarovski-Konzern zu wechseln. "Ich folge dem Ruf meiner Familie", erklärte sie laut "trend" noch vor einem Jahr. Heute dementiere der Swarovski-Konzern, je ein solches Angebot gelegt zu haben. Fiona selbst wolle sich zu ihren Zukunftsplänen nicht äußern, schreibt der "trend".

Lebensmittelpunkt in Wien

Der bis Mitte Dezember agierende Geschäftsführer von Fiona Pacifico Griffini-Grassers Designfirma hat heute gegenüber der APA betont, dass deren Firma in Mailand nicht aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werde. Die italienische Designfirma Fiona Winter Studio S.R.L. (FWS) werde abgewickelt, weil Frau Griffini-Grasser ihren Lebensmittelpunkt nach Wien verlegt habe, betonte Boto Deneke heute Sonntag gegenüber der APA. Daher werde die Designfirma demnächst in Wien neu gegründet.

Die Firma in Mailand werde nur deswegen geschlossen, weil Fiona Pacifico Griffini-Grasser ihren Lebensmittelpunkt nun in Wien habe und von dort ihre Tätigkeiten weiterführe, erläuterte Deneke. Die Firma FWS, in der Pacifico Griffini-Grasser ihre Designideen für Mode und Interieur umsetzt, wurde im Jahr 2002 in Mailand gegründet.

Keine mangelnde Rentabilität

Die Schließung der FWS habe nichts mit mangelnder Rentabilität der Firma zu tun, so der ehemalige Geschäftsführer: "Die Firma war sehr rentabel, auch die Reserven wurden nicht aufgebraucht". Die Bilanzzahlen würden in Italien veröffentlicht, die Bilanz für 2009 liege noch gar nicht vor. Die vom "trend" genannten Zahlen wolle er nicht kommentieren. Die FWS werde über eine Tochtergesellschaft des Swarovski-Konzern abgewickelt, die auch Gesellschafterin sei. (APA)