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Michael Walchhofer hat seinen Sturz auf der Streif nicht schadlos überstanden.

Foto: REUTERS/Ruben Sprich

Radstadt - Michael Walchhofer muss nach seinem Abfahrtssturz in Kitzbühel eine Pause einlegen. Der 34-jährige Abfahrtsspezialist aus Salzburg hat sich drei Wochen vor der Olympia-Abfahrt neben einer starken Zerrung auch einen Einriss am inneren Seitenband des rechten Knies zugezogen und ist diese Woche deshalb in Therapie. "Ziel ist, dass er in drei Wochen fit am Start der Olympia-Abfahrt steht", erklärte Dr. Harald Aufmesser, in dessen Salzburger Praxis Walchhofer am Samstag eine Kernspintomographie absolviert hatte.

Österreichs Top-Abfahrer hat während seiner Karriere immer wieder kleinere und ähnliche Knie-Verletzungen erlitten. Einmal sogar gleich zwei Mal während einer Saison und er sei damit trotzdem an den Start gegangen, ließ Walchhofer am Montag über Pressemann Roberto Brunner ausrichten. "Das jetzt ist aber definitiv eine Neuverletzung", erklärte Aufmesser.

Zuversicht

Das sei zweieinhalb Wochen vor der Olympia-Abfahrt in Whistler am 13. Februar definitiv keine gute Nachricht. "Aber das Knie ist stabil und alleine der Fortschritt auf (heute/Anm.) Montag war schon beträchtlich, wir sind also zuversichtlich", erläuterte Aufmesser. Ein Bändereinriss sei immer unangenehm, weil man nie genau voraussagen könne, wie schnell er wieder in Ordnung sei. "Das Ziel muss sein, dass er bei Olympia wieder fit ist", betonte Aufmesser.

Glücklicherweise hat Walchhofer bei seinem Sturz am Hausberg keine Meniskus- oder Kreuzbandverletzung erlitten. Läuft die Therapie optimal, soll der Salzburger möglichst schnell auch wieder mit dem Training beginnen, um größeren Kraftverlust zu verhindern. Denn schon in einer Woche am 2. Februar fliegen die ersten ÖSV-Abfahrer nach Kanada, um sich in Sun Peaks auf das Abfahrtsrennen vorzubereiten. Spätestens dort soll Walchhofer dann auch wieder Skifahren. (APA)