Paris - Asterix-Zeichner Albert Uderzo plant für die Zeit nach seinem Tod. "Ich weiß nur allzu gut, dass mein Held stärker sind als ich. Es wäre egoistisch, Asterix zu verbieten, mich zu überleben", sagte der 82-Jährige der französischen Tageszeitung "Le Figaro" (Montag). Lange Zeit habe er gedacht, dass es nach seinem Tod keine neuen Abenteuer geben sollte. Das sei allerdings ein Fehler gewesen. "Ich glaube, dass die Tochter von (Asterix-Texter) René Goscinny das gleiche gedacht hat, aber nicht gewagt hat, es mir zu sagen. Sie war sehr erleichtert, dass ich diese Entscheidung getroffen habe."

Um dem kleinen gewitzten Asterix und seinem Partner Obelix eine Zukunft zu ermöglichen, arbeitet Uderzo seit geraumer Zeit mit anderen Zeichnern zusammen. "Ein bisschen wie die italienischen Maler mit ihren Schülern." Grund sei auch seine Rheumaerkrankung in der rechten Hand. "Das Zeichnen bereitet mir mehr und mehr Schmerzen - besonders das Einfärben der Comics", sagte der Franzose.

Asterix und Obelix feierten im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag. Dazu erschien ein Jubiläumsband mit Kurzgeschichten. Uderzo führt die Comicserie bereits seit 1977 allein. Am 5. November des Jahres erlag der damals erst 51-jährige Autor und Asterix-Miterfinder Goscinny einem Herzinfarkt. (APA)