Wien - Der Wiener Passagen Verlag erhält einen mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis im Rahmen des Bruno Kreisky-Preises für das politische Buch 2009. Mit dem Preis werde die verlegerische Gesamtleistung honoriert, hieß es heute, Montag, in einer Aussendung des Verlags. Die Auszeichnung wird am 4. März übergeben.

Im Programm des Passagen Verlags stehen "Themen aus Politik und Kunst und ihr philosophischer, kunsttheoretischer, sozialwissenschaftlicher oder sozialpolitischer Diskurs gleichwertig nebeneinander", heißt es in einer Selbstcharakteristik. "Damit hat sich der Passagen Verlag mit einer Backlist von fast 1000 Titeln profiliert und zählt innerhalb seiner Aktivitätsfelder zu den angesehensten nicht-kommerziellen Verlagen im ganzen deutschen Sprachraum."

Einen Namen machte sich der Verlag Mitte der 80er Jahre durch die Übersetzung der französischen Schlüsseltexte zur Postmoderne, zur Dekonstruktion und zur Erneuerung kritischer Philosophie von Jacques Derrida, Jean-Francois Lyotard, Jean Baudrillard und anderen. Im Laufe der Jahre wurde das Verlagsprogramm mit Reihen u.a. zu Gesellschaft, Ökonomie, Kunst, Architektur, Psychoanalyse, Literatur oder Politik erweitert.

Der "Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch" wird seit 1993 von der Bildungsorganisation der SPÖ und dem Dr.-Karl-Renner-Institut im Gedenken an Bruno Kreisky (1911-1990) vergeben. Hauptpreisträger 2009 ist Erhard Stackl, der für sein Buch "1989: Sturz der Diktaturen" geehrt wird. (APA)