Wien - Vom 25. bis 28. Jänner findet an der Technischen Universität (TU) Wien wieder eine Berufsorientierungsveranstaltung für technikinteressierte Mädchen statt, bei der sich Unis, Fachhochschulen und Unternehmen aus dem Bereich Technik und Naturwissenschaften aus Wien, dem Burgenland und Niederösterreich vorstellen. Laut dem Verein "Sprungbrett" ist es die vorerst letzte Veranstaltung der Initiative "FIT - Frauen in die Technik" in dieser Form, denn das Unterrichtsministerium "verzichtet auf die weitere Finanzierung", heißt es in einer Presseinformation des Vereins.

Die Interessentinnen können sich bei der Veranstaltung u.a. bei Workshops ein Bild von verschiedenen Studien machen und direkt an den Standorten an Führungen teilnehmen, Vorlesungen besuchen oder Experimente machen.

Lediglich Vertrag sei ausgelaufen

Im Unterrichtsministerium betont man, dass es keinesfalls Kürzungen im Bereich der Förderungen von Mädchen in der Technik gebe. Der Vertrag mit dem Verein Sprungbrett sei lediglich ausgelaufen und werde nun evaluiert. Ob es eine neue Ausschreibung geben wird oder "FIT" eingestellt und das Geld in andere Projekte gehen wird, "wissen wir noch nicht", so der Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied.

Kritik am Ministerium kommt von den Grünen: Mit FIT stehe nach "MUT! - Mädchen und Technik" im September 2009 erneut ein bundesweites Projekt zur Förderung von Mädchen in der Technik vor dem Aus, so Frauensprecherin Judith Schwentner in einer Aussendung. Sie forderte Schmied, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und die neue Wissenschaftsministerin Beatrix Karl auf, gemeinsam "die Fortführung frauenspezifischer Bildungsprojekte abzusichern". (APA)