Robert Rotifer, very british, tourt mit Band durch sein Herkunftsland.

Foto: Monkey

Wien - Es heißt ja, dass Auswanderer oft neue, bessere Einheimische in ihrer Wahlheimat würden. Bei freiwilligen Auswanderern, wie es Robert Rotifer einer ist, scheint der Wille zur Assimilation dann noch größer zu sein. Immerhin zog es den Wiener Musikjournalisten wegen seiner Liebe zur britischen Popmusik nach England. Aber nicht nur, um dort den Sender FM4 sowie diverse deutschsprachige Medien mit Vor-Ort-Berichterstattung zu versorgen, sondern auch, um dort zu musizieren.

Jüngstes Resultat ist das Album Children On The Hill, das Rotifer nun auf einer kleinen Österreich-Tournee live vorstellt. Darauf verschmilzt der reflektierte Musikarbeiter mit dem leidenschaftlichen Musiker, dessen wohltuend unmoderne Musik im Sinne eines zeitlos gültigen Gitarren-Pop rundum gefällt. Ja, durchaus etliche britische Heißlufterzeuger hinter sich lässt. In seiner aktuellen Tourband finden sich Freunde wie der Wiener Songwriter Ernst Molden oder Marlene Lacherstorfer von Velojet, die für Darren Hayman einspringt. (flu, DER STANDARD/Printausgabe, 27.01.2010)